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Fluggastentschädigung gegen ausländische Airline

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Manchmal ist die Urlaubsfreude getrübt, weil es Probleme mit der Fluglinie auf dem Weg zum Urlaubsort oder vom Urlaubsort zurück gibt, etwa wegen erheblicher Flugverspätung etc.

Will dann der Betroffene Ansprüche nach der Fluggastrechteverordnung gegen die Airline durchsetzen und hat die Airline ihren Sitz beispielsweise im außereuropäischen Ausland, so stand der Betroffene oft vor der Wahl die Fluglinie in deren Heimatland zu klagen oder auf seine Ansprüche zu verzichten.

Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat in seiner Entscheidung vom 06.08.2021 zu 2 Nc 20/21w ausgesprochen, dass in einem solchen Fall trotz Fehlens eines inländischen Gerichtstandes in Österreich geklagt werden kann, nämlich immer dann, wenn der Abflugsort und auch der Wohnsitz des Betroffenen jeweils in Österreich liegt. In seiner Begründung führt der OGH aus, dass der Aufwand einer Klage und Vollstreckung im Ausland außer Verhältnis zum Klagsbetrag steht und damit eine Klage im Ausland unzumutbar sei. Der OGH bestimmte ein inländisches Gericht als zuständig, das dann die geltend gemachten Ansprüche zu prüfen hat. Im konkreten Fall hat das dem Urlaubsgast eine Klage in Ägypten erspart und konnte er am Gerichtsstandort des Abfluges, das war das Bezirksgericht Schwechat, die Klage einbringen.

Wenn auch Sie Probleme mit Ihrem letzten Urlaubsflug hatten, stehen wir Ihnen gerne bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche zur Seite.

Foto von Büroraum mit Besprechungstisch in der Kanzlei